
Neuigkeiten der SU
Jahresfahrt der Senioren-Union nach Dresden
Freitag, 05. August 2011 um 19:19 Uhr
Mit 35 Seniorinnen und Senioren aus Zweibrücken startete die Senioren-Union der CDU Zweibrücken am 28. Juni mit einem Komfort-Reisebus der Firma Rothhaar zu einer Kulturreise zu den Sehenswürdigkeiten der sächsischen Kurfürsten und Könige nach Dresden.
Das Wetter war, wie bisher bei allen Reisen der Senioren-Union, natürlich bestens. Kurz hinter Frankfurt gab es den obligatorischen Begrüßungs-Stop mit Sekt, "Zweebricker Wurscht", frischem Bauernbrot und Kaffee. Danach führte uns der Weg über die Autobahn in die neuen Bundesländer, durch Thüringen und zu unserem Ziel Dresden, die Landeshauptstadt von Sachsen. Das 4-Sterne "Waldhotel" in Weinböhla, ein Weinort 15 Fahrminuten nördlich von Dresden, bezog die Reisegruppe als Domizil für die folgenden 5 Reisetage. Nach dem vorzüglichen Abendessen unter Sonnenschirmen auf der Hotelterrasse war klar, hier sind wir genau richtig untergebracht. Nach ausgiebigem Frühstück starteten wir am nächsten Morgen zur Fahrt nach Dresden. Eine geführte Stadtrundfahrt gab uns einen ersten Eindruck von Dresden, auch "Elbflorenz" genannt. Eindrucksvoll die historischen Baudenkmäler, die restaurierten Häuser und Plätze, die Elbe mit ihren Brücken sowie die Villen und Herrenhäuser an ihren Ufern. Danach führte uns die Stadtführerin in die Altstadt und zeigte uns die weltberühmten Gebäude Dresdens. Der Rundgang endete mit der Besichtigung der neu entstandenen Frauenkirche und mit einem Orgelkonzert in dieser unbeschreiblich schönen und bedeutendsten Kirche der deutschen protestantischen Kirche. Nach einer Mittagspause traf sich die Gruppe an der Semperoper, wo wir zur geführten Besichtigung angemeldet waren. Ein Opernhaus der Superlative!! Überwältigend die Pracht absolutistischer Herrscher. Nach dem Abendessen fanden sich alle wieder bei hochsommerlichen Temperaturen auf der Terrasse zusammen und diskutierten die ereignisreichen Stunden des ersten Tages.
Der folgende Tag führte uns flussaufwärts nach Pillnitz. Dort besichtigten wir die Sommerresidenz der sächsischen Herrscher, die Parkanlagen mit Neuem Palais, Wasserpalais, Lustgarten und Orangerie. Im Schlossmuseum beeindruckte alle die königliche Küche im Kellergeschoss der Residenz. Eigentlich wollten wir von Schloss Pillnitz, wie einst August der Starke, mit dem Schiff zurück nach Dresden fahren. Leider fing es an zu regnen, sodass wir doch lieber den Bus nahmen. Nach einer Mittagspause in der Stadt waren wir um 14:30 Uhr zum Besuch des "Historischen Grünen Gewölbes" im Residenzschloss angemeldet. Nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern erhalten zeitlich begrenzt Zutritt. In den originalgetreu wiederhergestellten Prachträumen von 1730 kann man nicht nur die festliche Architektur der Räume, sondern die über 3000 frei aufgestellten kostbaren Schatzkunstwerken der Schatzkammer August des Starken bewundern. Ein unvorstellbarer Reichtum, einzigartige Kunstwerke, ein kultureller Schatz, den man unbedingt gesehen haben muss. Wir waren die Glücklichen.
Am folgenden Tag stand unsere Fahrt elbaufwärts in die Sächsische Schweiz oder auch in das Elbsandsteingebirge auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Barockgarten Grosssedlitz. Diese weitläufige Gartenanlage zählt zu den authentischsten Gartenkunstwerke des deutschen Barocks. Über 130 Orangenbäume und weitere 300 Kübelpflanzen schmücken die Gartenanlage. Man kann sich lebhaft in die Zeit des Herrschers und die Feste, die hier abgehalten wurden, versetzen. Bedenkt man, dass die jetzige Anlage nur die Hälfte des geplanten Ausmaßes umfasst, dann wird einem der Gigantismus barocker Herrscher deutlich .
Gegen 11:30 Uhr erreichten wir dann das Hochplateau des Elbsandgebirges. Ein kurzer Fußmarsch führte uns an die Felskante hoch über dem Elbtal. Ein atemberaubender Blick hinab und in die riesigen graue Sandsteinformationen, die wie in einer unwirklichen Welt das Panorama bilden. Zwischen den riesigen Felsformationen wurden abenteuerliche Pfade, schmale Wege und Brücken angelegt, über die Besucher die Felsen erkunden können. Erst nach über einer Stunde konnten sich die Letzten von dem Naturdenkmal lösen und zur Weiterfahrt einfinden. Die nächste Station war die Festungsanlage Königstein, auf einem riesigen Felsplateau in Blickweite der Elbsandsteinfelsen gelegen. Die Festung liegt 240 Meter über der Elbe und ist mit einer Grundfläche von 9,5 Hektar die größte ihrer Art in Deutschland. Über 400 Jahre war sie ein wichtiges Bollwerk in der militärischen Geschichte in Sachsen, Deutschland und Europa. Aufgrund ihrer Lage und Größe galt sie als uneinnehmbar. Sie fiel nie in feindliche Hände. Auf der Rückfahrt fuhren wir noch durch Stolpen mit der "Stolpen Burg". Auf dieser Burg wurde die Gräfin Cosel, die Bekannteste der vielen Mätressen August des Starken, nachdem sie vom Herrscher verstoßen wurde, bis zu ihrem Tod 49 Jahre gefangen gehalten.
An unserem 5. Reisetag geht es elbabwärts. Wir besuchen die Stadt Meißen mit der Albrechtsburg, der ersten Schlossanlage Deutschlands. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt erreichen wir unser eigentliches Ziel, die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen. Hier sind wir zu einer Besichtigung der Schauhalle und der Schauwerkstatt der Manufaktur angemeldet. Den Künstlern über die Schulter zu schauen war ein Erlebnis. Die Kunstwerke als Ergebnis der gezeigten Handarbeit sind einmalig und in ihrer künstlerische Aussagekraft unbeschreiblich. In den Ausstellungsräumen hätten wir uns einen ganzen Tag verweilen können.
Mittags fahren wir entlang der sächsischen Weinstraße in Richtung Radebeul, der Geburtsstadt vom Schriftsteller Karl May. Von dort wollen wir mit der "Lößnitzgrundbahn", einer über 125 Jahre in Betrieb befindlichen Schmalspurbahn, durch die herrliche Moritzer Wald- und Teichlandschaft fahren und Moritzburg anfahren. Pünktlich dampft der "Lößnitzdackel" , so wird die Dampflok genannt, an und bringt uns nach einer abenteuerlichen Fahrt mit viel Dampf und Kohlenrauch, Gesangseinlagen mit Klaus Gauf und Heinrich Natter doch bis nach Moritzburg. Dort steht der Besuch von "Schloss Moritzburg" noch auf dem Programm. Diese Schloss ist wirklich ein Märchenschloss, inmitten eines künstlich angelegten Sees. Es birgt im Innern wahre Schätze. Die einzigartigen Ledertapeten, kostbare Barockmöbel, Meissener Porzellan, die größte Geweihsammlung Europas oder das "Federzimmer" mit seinen fast 2 Millionen in Leinwand gewebten Vogelfedern prägen das Schloss.
Dieser Besuch war der krönende Abschluss unserer "Dresden-Fahrt".
An diesem Abend saßen wir noch lange nach dem Abendessen im Hotel bei Wein und Bier zusammen und ließen das Erlebte der fünf abgelaufenen Tage nochmals Revue passieren. Alle waren begeistert und wollten eigentlich am nächsten Tag noch nicht nach Zweibrücken fahren.
Da am Rückfahrttag starker Regen einsetzte fiel der Abschied dann doch leichter.
Wohlbehalten in Zweibrücken zurück fragen sich die CDU-Senioren schon jetzt: Wo wird wohl die Jahresfahrt 2012 hinführen ?? Vorschläge werden gerne entgegen genommen.
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